TIP-Verlag, 30. Juli 2010
Bürgermeister ergreift Initiative: Beitritt zur „Allianz für den freien Sonntag“
HEPPENHEIM - Am 1. Juli 2009 trafen sich in Bensheim Vertreter der sechs evangelischen Dekanate Südhessens, der drei katholischen Dekanate der Bergstraße, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Gewerkschaft ver.di sowie des Olympischen Clubs Starkenburg, um die "Allianz für den freien Sonntag" zu gründen.Die Mitglieder wollen ein Zeichen für Ruhe und Besinnung setzen, und deutlich darauf hinweisen, dass zu viele Menschen sonntags arbeiten müssen. Und dies besonders in Branchen, in denen Sonntagsarbeit nicht unbedingt erforderlich ist. Sie sind der Meinung, dass dieser Tag der Familie gehören sollte, die allzu oft auf gemeinsam verbrachte freie Zeit verzichten muss. "Die Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft" erklärt die Allianz, "die immer weniger verlässliche gemeinsame freie Zeiten für die Familie, die Freunde und die Freizeitgestaltung kennt, wird durch eine starke Zunahme von Samstags-, Abend- und Nachtarbeit begleitet. Dieser Entwicklung wollen wir entgegenwirken und uns für den gemeinsamen freien Sonntag und das freie Wochenende einsetzen".
Der Sonntag sollte nicht noch stärker unter "das Diktat des Konsums und der Ökonomisierung" geraten. Auf Initiative von Bürgermeister Gerhard Herbert hat sich nun auch der Magistrat der Kreisstadt Heppenheim dieser Ansicht angeschlossen. In der Sitzung am 29. Juli wurde beschlossen, dass sich die Stadt Heppenheim der "Allianz für den freien Sonntag" anschließen wird. Aus diesem Grund wird das Vorhaben nach der Sommerpause in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht werden, damit auch diese mit ihrem Votum die "Allianz für den freien Sonntag in der der Region Starkenburg" unterstützen kann.
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